Kunstrasen Sommerfest
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Freitagabend, 21. August, Kunst!rasen Bonn, VIP-Areal. Der Himmel hatte eigene Pläne und hat uns das Tischtennisturnier verregnet. Der Stimmung hat das aber nichts anhaben können. Zwischen Beta-Corner zum Anfassen und Mitreden und entspannten Beats von coboco_cgn haben sich Kulturmacher:innen, Veranstalter:innen und waschechte Bonn-Fans getroffen, und ich habe das Mikro durchgereicht und gefragt, was für sie Bonn eigentlich ausmacht.
Wer war da
Fabio, Veranstalter und Art Director bei Extravaganza, war ebenso dabei wie Samman, der sich selbst als Kulturvermittler bezeichnet: Künstler, Kurator und Musiker in Personalunion. Karm vom Kunstrasenverein hat mir erzählt, warum der Verein Kulturprojekte unterstützt, die sonst kein Geld dafür hätten. Sozial und sinnvoll zugleich, wie er selbst sagt.
Dazu kamen Torsten mit seinem Kurzfilmfestival, Jaco, der die Bonner Altstadt mit Italien vergleicht, Lisa von GS Extravaganza mit einer klaren Meinung zur Kölner Konkurrenz, Paula und Miguel von Kulturkraft Bonn, die sich für Subkultur und die lokale Musikcommunity einsetzen, sowie Ralf von Telekom Electronic Beats mit seinem Kollegen, die beide für die Wilde Mutti schwärmen.
Bonn in drei Worten
Diese Frage liefert jedes Mal andere Antworten. Schön, klein, grün. Jung, sehr grün und lebenswert. Spießig, lebenswert und bunt. Rhein, Berge, chillen. Am besten hat mir die Antwort von Ralf gefallen: liebevoll, rheinisch und kurze Wege, direkt gekontert von seinem Kollegen mit Dornröschen, Nostalgie und ein bisschen Stock im Arsch. Ehrlicher geht es kaum.
Orte, die jetzt auf meiner Liste stehen
Der Abend war auch eine kleine Insider-Tour durch die Stadt. Die Bar Bricks als guter Startpunkt für den Abend, die Wolfstraße Ecke Heerstraße mit dem römischen Meilenstein, an dem im Sommer offenbar regelmäßig Jam-Sessions stattfinden, Beuel für den Sonnenuntergang, das Saigon Restaurant neben der Burgermanufaktur als Geheimtipp, Frankie als neuer Favorit und Muffendorf als unterschätzter Stadtteil.
Und natürlich der Rhein, der bei fast jeder Antwort irgendwann vorkam. Kein Wunder bei dem Blick vom Kunst!rasen-Areal aus.
Bonner Legenden
Erwähnt wurden der Alle-mal-nackt-malen-Mann vom CHIN CHIN, der 20-Cent-Mann, der laut Inflation inzwischen beim Euro angekommen sein soll, und Konrad Beikircher. Bonn hat definitiv Charakter.
Fazit
Der Regen hat das Tischtennisturnier gekillt, aber nicht die Laune. Viele Gäste haben sich noch am selben Abend für die Gastfreundschaft bedankt, und genau dieser lockere Spirit hat das Netzwerken so natürlich gemacht. Dank an coboco_cgn für die Musik und an das gesamte Serviceteam vom Kunstrasen Open Air.
Gerne wieder.