

Abwechselnd schreiben Analena und Verena über die ungezähmte Natur und ihre Herausforderungen: über Wut und Überforderung, aber auch über die Freude und Sehnsucht – vom Scheitern und vom Erfolg.
Zwei Sommer lang waren sie täglich unterwegs: stets draußen in den wilden kanadischen Weiten. Dabei entdecken sie nicht nur sagenhafte Gebirgsregionen, sondern auch die Verwerfungen ihrer Seele, die inhärente Kraft von Körper und Geist sowie ihre unendlich tiefe Verbundenheit.
Nachdem Verena Schmidt ihren Partner und ihre Teenage-Tochter Analena ihren Vater verliert, stürzt ihre Welt zusammen. Als Verena ein Angebot erhält, einen Kanada-Wanderführer beim Bergverlag Rother zu schreiben, zögert sie nicht lange.
Die nächsten zwei Sommer verbringen Analena und sie auf Trails und Backcountry-Zeltplätzen in den kanadischen Rockies. Mit viel zu schweren Rücksäcken kämpfen sie sich über Geröllhänge und durch Schneefelder, geraten in einen Schneesturm und schleichen besorgt durch Pumagebiete. Auch Bären begegnen ihnen.
Bei der ständigen Zweisamkeit bleiben Konflikte nicht aus. Doch beide finden Kraft in der Natur und der Bewegung, trauern gemeinsam und erleben viele hoch emotionale Momente, die sie noch enger zusammenschweißen.
Analena Schmidt ist als 13-jährige zwar schon gern draußen, wenn man ihr ein spannendes Ziel schmackhaft macht – wie beispielsweise das Kino im Nachbardorf. Meist geht es aber nur mit Überredungskünsten und auf kurze Distanzen.
Aber schwer bepackt einen Berg hinaufzuwandern, nur um nach einem Blick ins Tal gleich wieder abzusteigen? Oder tagelang am Stück bergauf- und bergabsteigen in Kanada? „Nein, danke.“
Ihre Mutter Verena Schmidt kann hingegen vom Wandern und Reisen gar nicht genug bekommen. Wohin mag dieser Pfad wohl führen? Was sich wohl hinter der nächsten Kurve verbirgt? Nur noch ein kleines bisschen höher, einen Tick weiter, ein Stückchen noch – und das ganze zwei Sommer in den Rockies. Wie soll das nur gutgehen?
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