
Mi.
25 März
2026
Friedhofsglocken. Sonor. Düster. Plötzlich kaltweißes Licht. Heinz Becker kommt nach Hause, von der Beerdigung in die Küche. In seinem schwarzen Anzug; 5 Callas in der Hand: „Die hann ich vergesst, ins Grab zu schmeißen.“ Stattdessen liegen sie nun auf dem Küchentisch. Was will man machen!?
„Willsche noch'n Bier?“ Obligat-liebenswerte Frage – im früheren Leben. Ab jetzt muss er selbst entscheiden. Vertraute Routine? Weggebrochen. Sein Alltag – kollabiert. Dazu diese Trauer. Kummervolle Nachdenklichkeit. Diese unbeholfene Ratlosigkeit. Und langsam beginnt er zu sinnieren, zu reflektieren, zu verarbeiten...
Seit über 30 Jahren spiegelt Gerd Dudenhöffer mit sensibilisiertem Ohr bürgerliche Befindlichkeiten wider. Seine Kunstfigur Heinz Becker ist eine realsatirische, grotesk-authentische Karikatur des bornierten, universellen Menschen wie du und ich – der Otto Normalverbraucher –, der pointiert entlarvt, mit Timing, sparsamer Mimik und ohne political correctness, jedoch mit herzerwärmendem, oft unfreiwilligem Witz.
DOD – das 18. Programm, ein theatrales „Kabarett noir“, stringent inszeniert, schwarz-weiß, Hell-Dunkel, und die Balance zwischen Tragik und Komik. Tragikomisch eben. Denn Heinz ist Heinz. Todessicher.
Was Sie erwartet:
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