

Ein Deutschlandabend mit Liedern und Texten von Wolf Biermann in einer Fassung von Martin Heckmanns / Uraufführung.
Wolf Biermann gilt als bedeutendster deutsch-deutscher Liedermacher und als Grenzgänger zwischen West und Ost. Der einfache Mann, der mit seiner Gitarre einen ganzen Staat ins Wanken gebracht hat – das klingt wie ein Märchen.
„Drachentöter“ nennt sich Biermann auch gern selbst. Sein Vater, Jude und Kommunist, wurde in Auschwitz ermordet. Als Kind entkam er dem Feuersturm in seiner Heimatstadt Hamburg. Als überzeugter Kommunist ging er 1953 in die DDR. Früh kam er in Konflikt mit der Staatsführung: Schikanen folgten, ebenso ein totales Auftritts- und Publikationsverbot sowie eine komplette Überwachung seiner Person und seines Wirkens. Nur seine große Bekanntheit schützte ihn vor der Verhaftung. 1976 folgte dann die Ausbürgerung, die bis heute als Menetekel für den Anfang vom Ende der DDR gilt.
Der Dramatiker Martin Heckmanns ist seit früher Jugend Hörer und Leser von Wolf Biermanns Werk. Aus Texten und Liedern sowie Szenen aus dessen Leben entsteht ein collagiertes Porträt und zeitgeschichtliches Deutschland-Panorama, das bis in die Gegenwart reicht. Dabei stellt sich auch die Frage nach den heutigen Drachen – denn Biermanns Schwert ist jedenfalls noch nicht eingerostet.
Gefördert vom Deutschen Literaturfonds e.V.
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