
Was tun, wenn man seiner Liebesbeziehung so richtig überdrüssig ist, aber leider zu charakterschwach, um anständig Schluss zu machen? Paul (Markus Penne) hat von seiner Freundin Sophie (Anna Marzinzik) gründlich die Nase voll: Quasi über Nacht hat sich die Leidenschaft nicht nur abgekühlt, sondern in regelrechte Abscheu verwandelt. Die Frau muss dringend aus seinem Leben verschwinden – doch ihm fehlt der Mut, sich zu trennen.
Deshalb spannt er seinen besten Freund für ein unschlagbares Trennungsmanöver ein: Martin (Arno Kempf) soll unter dem Vorwand eines persönlichen Trauerfalls vorübergehend bei ihnen einziehen und sich so lange übel daneben benehmen, bis Sophie es nicht mehr aushält und das Weite sucht.
Doch der Plan geht nicht auf: Statt trübselig herumzuhängen und den griesgrämigen Trauerkloß zu spielen, macht Martin sich nützlich im Haushalt, kocht wunderbares Essen und parliert auf das Liebenswürdigste mit Sophie über gemeinsame Interessen. Aus der geplanten Ménage-à-trois werden ganz andere Entwicklungen, als Paul erhofft – und über die Zeit hinweg wartet auf alle Beteiligten noch so manche Überraschung.
Frankreichs erfolgreicher Theater- und Filmautor Clément Michel hat mit „Trennung für Feiglinge“ eine rasant-unterhaltsame Komödie über das moderne Beziehungsleben und die Unberechenbarkeit allzu hochtrabender Pläne verfasst. Mit treffsicheren Dialogen und einem präzisen Gespür für Situationskomik lässt er das Vorhaben seines Protagonisten krachend scheitern und verblüfft das Publikum mehr als nur einmal mit einer unvorhergesehenen Wendung des Geschehens.
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