

Was wäre, wenn Dracula nicht nur erzählt, sondern erlebt wird? Wenn das Grauen nicht auf Abstand bleibt, sondern sich in Haut, Atem und Gedanken frisst? Diese Inszenierung sprengt die Grenzen des gewohnten deutschen Theaters, das den Mythos oft im politischen Zusammenhang erklärt, statt ihn in seiner ursprünglichen Form spürbar zu machen.
Hier gibt es keine Distanz – nur Angst, Verlangen und den Verlust jeder Kontrolle. „Jeder kennt Dracula“, sagt Regisseur und Autor Sascha Hödl, „doch ich suchte einen Weg, die Geschichte neu zu erzählen, ohne ihre ursprüngliche Vision zu verlieren. Viele Inszenierungen romantisieren den Stoff – und darum habe ich ihn zerlegt und neu zusammengesetzt.“
„Dracula“ wird zum intensivem, körperlichen und psychisch verstörenden Horrortrip: Eine Welt entsteht, in der Fiktion zerbricht und Realität Gestalt annehmen kann. Neue Blickwinkel treffen auf das Bekannte – und entfalten darin ihre Kraft: Sie berühren und schockieren neu, ohne das Vertraute zu verlieren.
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