

GARP spielen Origami-Pop, Puzzle-Punk und Easy-Listening ohne Filter – mit gegenläufigen, feingliedrigen Gitarrenparts und abrupten Brüchen, ohne die Kraft einfacher Songs zu verlieren. Die Band, Kind der 90er-Jahre, bringt Popflausen mit und hat zugleich allerhand fiese Gitarren-Nervereien im Kopf.
Keiner der vier Gründungsmitglieder von Garp hätte wohl im Sommer 1995 gedacht, dass drei Jahrzehnte später das 30-jährige Bandjubiläum gefeiert werden kann. Garp haben sich über die Jahre immer wieder zusammengefunden – durch Neuorientierung und Flexibilität, durch musikalische Neugier und die gemeinsame Liebe zu spannendem Songwriting.
Der Name hält, was er verspricht – nur eben ohne die üblichen Classic-Rock-Klischees. Seit 2015 bringt die Band aus Bad Oeynhausen die Songs auf die Bühne, die das Musikfernsehen der 80er und 90er erträglich gemacht haben.
Statt des üblichen Coverband-Einheitsbreis spielen Dad Rock ein Set für die Generation Mixtape: Songs von Joy Division und The Cure sind ebenso dabei wie Gitarrenkrach a la Jesus and Mary Chain oder Dinosaur Jr. Ergänzt durch Underground-Klassiker von den Fehlfarben oder Tocotronic liefert das Quartett ein Set abseits des Mainstreams – für die Leute, die diese Musik im Auto immer noch lauter drehen.
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