

Produktion: Berliner Kriminal Theater
Um zu verhindern, dass ein Terrorist ein von ihm entführtes Passagierflugzeug in die vollbesetzte Allianz Arena stürzen lässt, entscheidet sich der Bundeswehr-Pilot Lars Koch befehlswidrig, die Passagiermaschine abzuschießen – 164 Menschen wird das Leben genommen, um 70.000 zu retten.
Die große Strafkammer des Berliner Schwurgerichts verhandelt darüber, ob Lars Koch für den Mord schuldig gesprochen werden kann. Der Verteidiger beruft sich auf eine Abwägungsentscheidung: Der Pilot habe mit seiner Handlung viele tausend Menschen das Leben gerettet.
Die Anklage wirft dem Piloten Befehlsmissachtung vor, vor allem aber habe er die Menschenwürde missachtet. Durch seine Gegenrechnung von Menschenleben habe er die Passagiere instrumentalisiert, die aber nichtsdestotrotz genauso ein Recht auf Leben haben, wie alle anderen.
Das Urteil fällt das Publikum mit einer Abstimmung über die Schuld oder Unschuld des Angeklagten und damit über den Richterspruch.
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