

Kabarett
AnnPhie Fritz’ Debüt-Programm ist eine Yoga-Stunde der etwas anderen Art. Eigentlich will sie ihre erste Stunde als ganzheitlicher Life-Coach möglichst reibungslos und einfühlsam über die Bühne bringen. Aber irgendetwas lenkt sie immer ab:
Woher kommt diese Müdigkeit? AnnPhie meditiert so hart, sie entspannt sich so fest – wie, bitteschön, kann man da noch müde sein?
Auf ihrer Suche stolpert AnnPhie über Themen wie Selbstoptimierung, soziale Ängste und geplatzte Träume. Sie hinterfragt falschen Nationalstolz, aufgezwungene Rollenbilder und politische Ansprüche – und stößt auf Widersprüche, die nicht nur ihre eigenen Grenzen aufweichen, sondern auch die der Realität verschwimmen lassen.
AnnPhie piekst die Gesellschaft aus der Perspektive der weißen, queerfeministischen, veganen, Yoga praktizierenden Millenial-Snowflake – und selbst alte, heterosexuelle Männer bestätigen: Dieses Programm ist sehr lustig. AnnPhie Fritz’ erstes Solo-Kabarett-Programm ist ein temporeicher Trip, eine Gedankensprungreise, ein Ein-Frauen-Theater mit viel Körpereinsatz – (irr)witzig, klug und auch ein bisschen böse.
Gekonnt springt sie zwischen Szenarien, schlüpft in unterschiedliche Rollen, nimmt das Publikum mit auf die Suche nach einer besseren Welt und weiß dabei immer wieder zu überraschen – besonders nach der Pause.
Das Debüt-Programm wurde 2025 mit dem zweiten Platz beim renommierten Passauer Scharfrichterbeil ausgezeichnet. 2026 erhielt AnnPhie Fritz den silbernen Besen in Stuttgart.
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