

Nach dem Tod ist alles vorbei? Weit gefehlt. In diesem Vortrag erfahren Sie erstmals den unterschiedlichen Umgang mit den Körpern Verstorbener, die ihn zu Lebzeiten für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung gestellt haben.
Dabei ist diese Vorgehensweise längst eine jahrhundertealte Methode, um den menschlichen Körper zu erforschen oder einfach nur experimentell zu benutzen. Wissen Sie zum Beispiel, was die Erforschung von Elektrizität mit Leichen gemein hat? Oder was die Bodyfarm ist?
Über die heutigen oftmals undenkbaren Möglichkeiten der Leichname für die Wissenschaft spannt der Vortrag den Bogen von altbekannten Körperspenden über chirurgische und physikalische Experimente bis hin zu Kryokonservierungen.
Die Kunsthistorikerin Dr. Anja Kretschmer-Rodenbröker hat über Bestattungs- und Friedhofskultur promoviert, bietet bundesweit ihr „Friedhofsgeflüster“ an und ist außerdem Autorin von Büchern und zahlreichen Veröffentlichungen zur Bestattungs- und Friedhofskultur.
Zudem schlüpft sie in die Rolle der historischen Figur der „Schwarzen Witwe“ von 1898, die den Besuchern auch anhand regionaler Bezüge die Trauerkultur näherbringen möchte. Sie war bereits mehrfach in Recklinghausen zu Gast und hat mit ihren Führungen zahlreiche Besucherinnen und Besucher begeistert.
Die Teilnahme an der Veranstaltung berechtigt zum kostenlosen Besuch der Aftervortragsparty.
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