

Das neue Bühnenprogramm von Erwin Pelzig nimmt eine Frage in den Blick, die viele Menschen jeden Morgen beschäftigt: Welche Krise wird wohl heute die wichtigste sein? Sozialpsychologen sprechen in diesem Zusammenhang von „Veränderungserschöpfung“.
Im neuen Bühnenprogramm geht sein Alter Ego Erwin Pelzig der Frage nach, was die viel beschriebene „Change Fatigue“ mit uns macht: wer wir werden in einer Zeit grundlegender Veränderungen. Solche Veränderungen habe der Mensch noch nie erlebt, ohne dass sie Gefahr, Risiko und Unsicherheit bedeuteten. Realismus, Vernunft und Gelassenheit hätten selten Hochkonjunktur gehabt – stattdessen hätten stets die Untergangspropheten und Apokalyptiker Konjunktur gehabt, die die Ängste und Sehnsüchte verschreckter Menschen erfolgreich bewirtschaften.
Für einen wie Pelzig ist es jedoch keine Option, Probleme nur zu beschreiben und zu beschreien. Deshalb sucht er – wie immer in Begleitung seiner beiden Freunde Hartmut und Dr. Göbel – nach einem anderen Weg, mit der durchknallenden Welt umzugehen. Das führt ihn unter anderem ins gut erkundete Reich der Gehirnforschung, in die unerkundeten Weiten des Universums und in die Gedankenwelt kundiger stoischer Philosophen.
Erwin Pelzig: „Manchmal denkst du vielleicht, du hast nur noch die Wahl, verrückt zu werden oder religiös. Ich habe es probiert. Kann beides nicht empfehlen“.
Frank-Markus Barwasser steht seit über 30 Jahren mit seiner Kunstfigur auf Deutschlands Theaterbühnen. Die Süddeutsche Zeitung schrieb: „Die Stimme des polternden Stoikers, des kämpferischen Empathen, des bodenständig Verständigen, der trotzdem nicht alles besser weiß, die des Normalen, der weiß, dass er auf seine Weise verrückt ist.“ Für 3SAT produzierte Barwasser zuletzt die neunteilige Serie „Beim Pelzig auf der Bank“.
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