

Ein Doppelabend mit Pietro Mascagnis Cavalleria rusticana und Giacomo Puccinis Gianni Schicchi: Zwei Einakter, die – trotz unterschiedlicher Stimmung und Handlung – als brillante soziale Milieustudien gelten. In der Inszenierung von Gil Mehmert werden beide Werke zu einem packenden Abend vereint.
Ein sizilianisches Dorf am Ostermorgen: Santuzza hegt den Verdacht, dass ihr Geliebter Turiddu sie mit seiner einstigen Verlobten, der mittlerweile mit dem Fuhrmann Alfio verheirateten Lola betrügt. Aus Eifersucht setzt Santuzza Lolas Mann von der Untreue seiner Frau in Kenntnis. Dieser Verrat führt zu einem Duell, bei dem Turiddu getötet wird.
Florenz, Ende des 13. Jahrhunderts: Der reiche Buoso Donati ist in seinem Haus verstorben – und die an seinem Totenbett zusammengekommene Verwandtschaft hofft auf ihre Erbschaft. Doch schon bald wird klar: Der Verblichene hat seinen kompletten Nachlass einem Kloster vermacht, was die Trauer der Familie mit einem Mal in Verachtung und Entsetzen umschlagen lässt. Vielleicht weiß ja der für seine „Bauernschläue“ stadtbekannte Gianni Schicchi einen Rat …
Pietro Mascagni und Giacomo Puccini zählen zu den wichtigsten Vertretern des italienischen Verismo. Mit ihren beiden Einaktern Cavalleria rusticana (1890) und Gianni Schicchi (1918) schufen sie zwei Werke, die – trotz unterscheidender Stimmung und Inhalts – als brillante soziale Milieustudien angesehen werden können. Der tragischen, von wunderschöner Musik getragenen Handlung in Mascagnis Oper steht die bitterböse Komödie von Puccinis Meisterwerk gegenüber.
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