

Das rot-weiß-karierte Tagebuch von Anne Frank hat im Gegensatz zu seiner Autorin wie durch ein Wunder überlebt. Annes Worte werden zum Objekt der Erinnerung; ihre Botschaft, die die Grenzen des Sagbaren aufhebt, lebt weiter.
Anfangs hat das Mädchen dieselben Probleme wie viele Jugendliche heute: Familie, Verliebtheit, Einsamkeit und die Suche nach dem eigenen Ich. Doch das normale Erwachsenwerden bricht brutal ab, sie wird zu einem Flüchtling in ihrer Zeit. Diskriminierung und Unterdrückung, Ausgrenzung und Ungleichheit – wie sie sie im Nationalsozialismus in extremer Zuspitzung erlebt – sind auch heute sehr politisch zentrale Themen.
Die Zeitreise eines berührenden Schicksals, das stellvertretend für viele steht.
Im Rahmen des Internationalen Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus wird das Theaterstück „Anne Frank“ gezeigt. Eindrücklich erzählt es die Lebensgeschichte des jüdischen Mädchens und ihrer Familie im Amsterdamer Hinterhaus.
Im Anschluss an die Vorstellung findet eine kleine Podiumsdiskussion statt, in der zentrale Aspekte von Verfolgung, Ausgrenzung und Erinnerungskultur aufgegriffen und vertieft werden.
Auf dem Podium sprechen die Schauspieler Inga Schmidt und Stefan Spitzer, die das Stück entwickelt und auf die Bühne gebracht haben, gemeinsam mit der Stadtarchivarin der Stadt Bottrop, Heike Biskup, die historische Hintergründe und lokale Bezüge erläutert.
Spieldauer: ca. 65 Minuten
Mit anschließender Podiumsdiskussion (Dauer ca. 60 Minuten).
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