

Eine Gruppenausstellung kuratiert von Grisha Mumrikov und Ira Tsykhanskaya (Experimental Field)
10.–24. Oktober 2026
Öffnungszeiten:
Mittwoch–Freitag, 16:00–19:00
Samstag–Sonntag, 14:00–19:00
Dialograum Kreuzung an St. Helena
Bornheimer Straße 130, 53119 Bonn
Vernissage: Samstag | 10. Oktober 2026 | 19:00
Mit der musikalischen Performance Entlang der Nähte gleiten von Dmitry Burtsev
Finissage: Samstag | 24. Oktober 2026 | 19:00
NAHT bringt zehn künstlerische Praktiken in fünf Konstellationen zusammen. Je zwei Arbeiten oder Werkgruppen werden einander zugeordnet, ohne zu einer gemeinsamen Arbeit zu werden. Die Verbindung entsteht in dem, was zwischen ihnen liegt: Distanz, Maßstab, Licht, Höhe, Klang, Blickrichtung und Bewegung.
Die fünf Paare folgen keiner einheitlichen Form. Manche nähern sich einander bis an die Grenze der Übereinstimmung, andere bleiben auf Abstand. Eine Beziehung kann unmittelbar sichtbar sein oder sich erst beim Wechsel der Perspektive herstellen. Nähe bedeutet dabei nicht Ähnlichkeit. Die Ausstellung setzt unterschiedliche künstlerische Sprachen in Beziehung, ohne ihre Differenzen aufzulösen.
Der Dialograum Kreuzung an St. Helena ist dabei nicht lediglich Ausstellungsort. Die 1960 errichtete modernistische Kirche wird selbst Teil der kuratorischen Struktur. Vertikale und horizontale Achsen, Empore, Akustik, Licht, Zentrum und Peripherie greifen unmittelbar in die Anordnung der Arbeiten ein.
Für Experimental Field ist die Arbeit mit einem konkreten Ort eine zentrale künstlerische und kuratorische Methode. Eine Ausstellung wird nicht nachträglich an einen Raum angepasst, sondern entwickelt sich aus der Begegnung zwischen Arbeiten, Architektur und den Bedingungen eines Ortes. NAHT setzt diese site-specific Praxis fort.
Die beteiligten Künstler:innen gehören verschiedenen Generationen, künstlerischen Kontexten und biografischen Erfahrungen an: Yuri Albert, Grigory Bershtein, Kane Kampmann, Geertje König, Grisha Mumrikov, Sergey Prokofiev, Corinna Siebert, Andrey Silvestrov, Jewgenija Tschuikowa, Ira Tsykhanskaya.