

Angetrieben durch die, live gespielten, pulsierenden Beats von Franco Mento, verausgaben sich drei Tänzer bis zur völligen Erschöpfung. Zwischen Rhythmus und Geschwindigkeit, Lichteffekten und den treibenden Sounds geraten ihre Bewegungen zur Quelle hypnotischer Energie, die die Tänzer mit dem Publikum zu verbinden scheint: Als kinästhetisches Erlebnis im gemeinsamen Raum spürbar, überträgt sich die sich steigernde Emphase und zunehmende Verausgabung, die zum konstituierenden Moment der Inszenierung wird, immer mehr auf das Publikum und den Körper der Besucher*innen. Beruhend auf einer Recherche über Parkour, einer Sportart, die jedes Hindernis des gegebenen Raums als Quelle und Energie für immer wieder neue Bewegungsmöglichkeiten nutzt, spielt Momentum mit der soghaften Faszination, die darin liegt, sich im Augenblick und im Bewegungsimpuls zu verlieren, und das Hier und Jetzt über den Körper wahrzunehmen.
Das nun zehn Jahre alte, zum 76. und 77. Mal aufgeführte Kultstück, eingeladen zur Tanzplattform Deutschland, bedeutete den endgültigen internationalen Durchbruch der Company und wurde bereits auf vier Kontinenten aufgeführt. Im Fachmagazin tanz wurden die Tänzer in der jährlichen Kritikerumfrage als Tänzer des Jahres 2018 nominiert.
Pressestimmen:
„Das, was sich da gerade ereignet hat, ist die Geschichte unser aller Herkunft, eine kurze Reise durch die Evolution. Cocoon erinnert uns daran, dass zuerst die Bewegung war und dann der Mensch.“ (Thomas Linden, Kölnische Rundschau)
„Eine virtuose Etüde über Bewegung und Wahrnehmung von Bewegung, die intelligent und sinnlich mit der komplexen Beziehung zwischen Tänzern und Zuschauern spielt.“ (Bernhard Hartmann, General-Anzeiger Bonn)
„Ein Bewegungsrausch der Geschlechter.“ (Dorion Weickmann, Süddeutsche Zeitung)
„… nach diesem vierzigminütigen Rausch sind wir hellwach statt ermüdet.“ (Dietmar Zimmermann, theaterpur.net)
Die Arbeiten von Rafaële Giovanola und ihrer Kompanie CocoonDance wurden mehrfach ausgezeichnet. Nach dem Theaterpreis DER FAUST (2022) erhält Rafaële Giovanola 2027 den Deutschen Tanzpreis, die höchste Auszeichnung für Tanz in Deutschland. Der Deutsche Tanzpreis würdigt das Gesamtwerk einer Künstlerin, die den zeitgenössischen Tanz in Deutschland nachhaltig prägt und kontinuierlich weiterentwickelt. In der Mitte August veröffentlichten Kritikerumfrage „Wer ragt heraus?“ zur Spielzeit 2025/2026 des Portals tanznetz.de werden Rafaële Giovanola und CocoonDance mehrfach nominiert. CocoonDance zählt in der Kategorie „Spitzen‑Ensembles“ zu den Favoriten; Giovanola selbst wird in zwei weiteren Kategorien hervorgehoben. Für „Gravity“ (tanzmainz) erscheint sie sowohl in der Kategorie „beste Choreografie“ als auch als „beste Choreografin“. - www.cocoondance.net