

Dorrit Bauerecker (DE) – Klavier
Kurt Fuhrmann (DE) – Moog Matriarch Synthesizer, Percussion
Axel Lindner (DE) – Nord Lead Synthesizer, Komposition
Mit La Limina betrat ein neues Kölner Ensemble die Bühne, das in der Besetzung von Klavier, zwei Synthesizern und Schlagwerk Grenzen zwischen akustischer und elektronischer Klangwelt auslotet und eine eigene Art von Post Minimal Rock erschafft. Ihr Debütprogramm, die von Bandgründer Axel Lindner komponierte Nemesis Suite wird im Herbst 2026 in sakralen Räumen in Köln und Bonn aufgeführt.
Mit ihren harmonisch-konsonanten Flächen erinnert die Musik der Nemesis Suite stellenweise an die „Kosmische Musik“ der Krautrock-Ära. Diese Passagen werden jedoch immer wieder durch unerwartete Stilwechsel unterbrochen; ausgehend von den repetitiven Strukturen der Minimal Music entfaltet die Komposition eine eigenständige, post-minimalistische Form. Expressionistische Ausbrüche, romantische oder free-jazzige Klavierkaskaden sowie lakonische Synthesizer-Riffs im Stil der 1980er-Jahre stehen neben Momenten meditativer Konsonanz und rhythmischer Gleichförmigkeit. Die Musik bewegt sich dadurch beständig zwischen Vertrautheit und Irritation, klanglicher Fülle und überraschenden Brüchen.
In seiner Laufbahn hat der Bandgründer Axel Lindner die frühen Einflüsse aus des experimentellen Krautrocks der 1970er-Jahre mit Impulsen aus Neuer Musik, klassischer Avantgarde sowie Spielarten des Jazz und der Improvisation verknüpft.
Der Name La Limina verweist auf das lateinische limina – die Schwellen oder Übergänge – und beschreibt damit das zentrale künstlerische Anliegen des Ensembles. Die Nemesis Suite macht Übergänge zwischen Stilwelten, Klangfarben und Hörgewohnheiten erlebbar.