Di.
17 März
2026
Frauen halten seit Jahrhunderten den Laden am Laufen, kümmern sich um Kinder und Angehörige. Sie investieren viel in Beziehungen und versuchen zudem, ihren beruflichen Anforderungen gerecht zu werden. Sie kämpfen an allen Fronten und verlieren dennoch. Vor allem in der Lebensmitte gehen immer mehr Ehen und Partnerschaften auseinander. Im Regen stehen diejenigen, die für die Fürsorgearbeit beruflich zurückgesteckt haben: Frauen. Die Politik verweist nur schulterzuckend auf die Gesetzeslage – und die ist aus frauenpolitischer Sicht ein Skandal.
In ihrem Buch „Die Kümmerfalle - Warum Frauen in der Lebensmitte meist den Kürzeren ziehen“ fordern Susanne Garsoffky und Britta Sembach: Damit muss Schluss sein. Die Lebensleistung von Frauen – und damit meinen sie Fürsorglichkeit und die Übernahme von Verantwortung für andere – muss endlich anerkannt und sozial abgesichert werden. Frauen sind nun mal anders als Männer, und es ist das weibliche Prinzip, das unsere Gesellschaft zusammenhält.
Anlässlich des Equal Care Days 2026 haben wir eine Reihe mit drei Veranstaltungen konzipiert. Sie stellt die Menschen, die Care-Arbeit leisten, in den Mittelpunkt und richtet den Blick auf die gesamte Gesellschaft und die Wirtschaft.
Themen sind: Finanzielle Auswirkungen von ungleicher Verteilung der Fürsorgearbeit, eine Lesung zur sog. Kümmerfalle und inwiefern Mütter durch politische Mitbestimmung die Welt verändern können.