

Baba Yaga, die unheimliche Gestalt der slawischen Folklore, oder die Skelettfrau aus Mussorgskys Zyklus Lieder und Tänze des Todes: Die Sängerin Rowan Hellier widmet diesen weiblichen Archetypen, ihrer Lebensfreude und Zerstörungskraft eine musikalisch-tänzerische Performance. Zusammen mit zwei Tänzerinnen und dem Pianisten Sholto Kynoch bringt sie eine Hommage an die Hexe auf die Bühne: Liedrepertoire und Klavierstücke aus Osteuropa verbinden sich mit Andreas Heises ausdrucksstarker Bewegungssprache und den für die Produktion entstandenen Liedern von Elena Langer. »Ich möchte weiblicher Wildheit und Weisheit Raum geben. Die Hexe fasziniert mich als feministisch-positives Symbol für alternde Frauen. In einer von Jugendwahn geprägten Kultur wirkt das radikal«, erklärt Rowan Hellier ihren Ansatz. Die Aufführung kulminiert im berühmten Porträt der Baba Yaga aus Mussorgskys Bilder einer Ausstellung.
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