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in Bonn



Di.
16 Juni
2026
Zur Eröffnung der Ausstellung des zweiten Kapitels (Sommer) Liquid Archive lädt das Global Heritage Lab der Universität Bonn zu einer Begegnung mit den Arbeiten der Künstlerin Jasmine Togo-Brisby ein. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Frage: Welche Erinnerungen trägt das Wasser in sich? Anhand von Videoarbeiten und Fotografien untersucht die Künstlerin die bis heute nachwirkenden Folgen kolonialer Gewalt, insbesondere die Geschichte des sogenannten „Blackbirding“ – der Verschleppung von Menschen aus dem Pazifikraum zur Vertragsknechtschaft auf australischen Plantagen.
Über Generationen hinweg wirken diese Geschichten fort: im Körper, im Land und im Meer. Wasser erscheint dabei als „flüssiges Archiv“: ein Speicher von Verlust, Widerstand und Fürsorge, in dem persönliche und kollektive Erinnerungen über Generationen hinweg fortleben. Ausgehend von ihrer eigenen Familiengeschichte verbindet Jasmine Togo-Brisby historische Aufarbeitung mit Fragen nach Resilienz, Heilung und dem Verhältnis von Mensch, Natur und kolonialen Hinterlassenschaften. Die Ausstellung ist Teil des Forschungs- und Ausstellungsprojekts Pflanzenwissen - Ökologien des Erinnerns und Handlens des Global Heritage Lab.
Die Ausstellungseröffnung bietet die Gelegenheit, mit den Werken in einen Dialog zu treten und gemeinsam über Erinnerung, ökologische Verflechtungen und die fortdauernden Auswirkungen kolonialer Geschichte nachzudenken.