

Familie ist die Hölle. Provinz ist die Hölle. Joseph Kesselrings „Arsen und Spitzenhäubchen“ handelt von einer Familie in der Provinz.
Die Handlung dieses Klassikers des Schwarzen Humors besteht im Wesentlichen darin, dass eine Menge Leute versucht, eine Menge Leichen durch ein Haus zu manövrieren, ohne es einander merken zu lassen.
Das „Arsen“ macht dem Zuschauer dabei keine Angst – es sind die „Spitzenhäubchen“, die ihn amüsiert das Fürchten lehren. Denn das Gruselige sind nicht die Mordtaten, sondern die entsetzliche Normalität und Biederkeit der Täter(innen), der Horror der kleinbürgerlichen Überschaubarkeit und dessen, was dahinter lauert.
Nichts kann angsteinflößender sein als ein gepflegter Vorgarten. Nichts verbirgt mehr als eine reinliche Fassade. Und nichts ist komischer als eine klassische Komödie mit allem, was dazugehört:
Leichen im Keller, Leichen in der Truhe, viele offene und verschlossene Türen und Bodenklappen. Treppen, Stiegen und Winkel.
Dauer: ca. 2 Std. 20 Min., inkl. 1 Pause
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