

Schauspiel nach der gleichnamigen Novelle von E.T.A. Hoffmann von 1816 in der Umsetzung von Rainer Lewandowski.
Nathanael leidet unter einem Kindheitstrauma: Laut der Erzählung seiner Amme hackt der Sandmann all den Kindern, die nicht schlafen wollen, die Augen aus, um damit seine Vogelkinder zu füttern.
Auch die chemischen Laborversuche, bei denen sein Vater ums Leben gekommen ist, sowie die rätselhaften Besuche des alten Coppelius haben sich in Nathanaels Erinnerungen zu einem Wahn verfestigt: Er ist überzeugt, dass Coppelius auch der Sandmann sei. Nun schreibt Nathanael aus der Universitätsstadt nach Hause, dass ihm der gleiche Coppelius in der Gestalt des Wetterglashändlers Coppola wieder begegnet sei.
Obwohl ihm seine Freundin Klara versucht, das auszureden, kann Nathanael nicht zwischen zufälligen Ähnlichkeiten, der Kindheitsgeschichte und den gegenwärtigen Ereignissen unterscheiden. Er stürzt sich in geistiger Verwirrung vom hohen Ratsturm in den Tod.
Unsere Inszenierung basiert auf einer Bearbeitung von 1997 durch den ehemaligen Intendanten des E.T.A.-Hoffmann-Theaters Bamberg, Rainer Lewandowski, die er unserem Theater zum 35. Bühnenjubiläum geschenkt hat. Im Oktober 2002 wurde das Stück als Premiere zur Wiedereröffnung des generalsanierten Bamberger E.T.A.-Hoffmann-Theaters uraufgeführt.
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